We did it again - Frankreich im Winter
17.12.25 - 07.01.26
Durch meinen neuen Job, kann ich im Moment nur noch 2 Wochen Urlaub am Stück machen. Über Weihnachten ist das Büro jedoch eh geschlossen und mit ein paar Tagen davor und danach sind 3 Wochen Ferien am Stück möglich. Das hört sich doch nach einem Plan an. Kurz im Office nachgefragt - kein Problem - und dann auch gleich mit der Planung angefangen.
Es war schnell klar, dass auch dieses Jahr Spanien nicht in Frage kommt und wir nochmals nach Frankreich fahren werden. Letztes Jahr hat es ja mit dem Campingplatz bei Nizza nicht geklappt - da wollen wir dieses Jahr auf jeden Fall hin. In Facebook habe ich letztes Jahr mega schöne Bilder von Sanary-sur-mer über Weihnachten gesehen. Da wollen wir auf jeden Fall auch hin. Belfort soll einen schönen Weihnachtsmarkt haben. Somit war die Route eigentlich auch schon vorgegeben: Belfort-Carmargue (Platz hat nur bis 4. Januar geöffnet) - Nizza - Sanary-sur-mer (ab 26. beleuchtet).
Jetzt mussten nur noch die genauen Daten geklärt werden - zum Einkaufen wollte ich die Feiertage und Wochenenden berücksichtigen. Zum Glück geht das mit Excel immer ganz einfach. Und irgendwann stand dann auch die Tour:
Start am Mittwoch nach der Arbeit und Fahrt bis zum Stellplatz am Freizeitcenter Oberrhein. Dann auf den Stellplatz in Belfort und dort auf den Weihnachtsmarkt gehen. Weiter zum Camping les Barolles hinter Lyon. In Montélimar gibt es einen stadtnahen Stellplatz gleich um die Ecke von einem Supermarkt und eine Burg - perfekt für einen Zwischenstopp. Dann über Weihnachten wieder in die Carmargue - da hatten wir ja noch eine Rechnung vom letzten Jahr offen - weiter nach Nizza, bzw. Villeneuve-Loubet und dann auf den Campingplatz in Sanary-sur-mer. Für die Rückreise war dann noch La Ciotat, da waren wir ja letztes Jahr schon einmal und ein paar Stellplätze angedacht - alles nicht reservierbar, deshalb erst mal nicht relevant. Aber so konnte ich dann wenigstens die Campingplätze, die man vorbuchen kann, schon einmal buchen. Das war auch nötig - Wochen vorher waren alle schon ausgebucht.
Mit der Rückreise war ich noch nicht so ganz glücklich. Bei der Feinplanung habe ich bemerkt, dass es in Sanary-sur-mer am 2.Januar noch ein Feuerwerkt gibt - da wären wir schon auf der Weiterfahrt gewesen. Also gleich mal angefragt, ob wir verlängern können - pas de problème. Avignon sollte auch noch eine Beleuchtung haben - das passt doch. Somit war dann auch die Rückreise geklärt. Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.
Die Anreise
Wir wollten zumindest Pforzheim schon hinter uns bringen. Da liegt der Wohmobilstellplatz am Freizeitcenter Oberrhein perfekt
Côte d’Azur
An der Côte d’Azur waren wir schon seit über 30 Jahren nicht mehr - im Sommer ist uns das einfach viel zu überlaufen
(Anmerkung: Weihnachtsmärkte, so wie wir sie von uns kennen, gibt es in Frankreich eher selten. Meist ist das Dorf/das Städtchen schön weihnachtlich geschmückt und beleuchtet und es gibt verschiedene Plätze, an denen es ein bisschen Kunsthandwerk, Glühwein (=vin chaud) und ein paar Fressstände gibt).
Fazit
Wir sind jetzt bereits das zweite Mal über Weihnachten, also im Winter, in Südfrankreich unterwegs. Die grösste Herausforderung ist tatsächlich, geöffnete Campingplätze zu finden, da es wirklich nur eine handvoll davon gibt. Und die Campingplätze müssen dann auch tatsächlich alle vorreserviert werden. Die Plätze, die wir bisher besucht haben, waren alle komplett ausgebucht. Wählerisch darf man dabei natürlich auch nicht sein. Im Sommer, wenn wir sonst unterwegs sind, würden diese Plätze bei uns wahrscheinlich nicht in die engere Auswahl Auswahl. Für den Winterurlaub sind sie aber alle eine gute Wahl. Da war bisher noch kein einziger Ausreiser dabei. Wir haben uns überall wohl und willkommen gefühlt.
Stellplätze sind direkt an der Küste rar und kommen für uns auch nicht in Frage. Wir sind ja meistens immer ein paar Tage geblieben und haben dann die Annehmlichkeiten eines Campingplatzes voll genossen: Warme Sanitärgebäude, warme Spülhäuschen, Müllcontainer, Strom für die Heizung und eine Laverie auf dem Platz. Vor allem in den ersten Tagen in der Carmargue als das Wetter mal nicht so gut war.
Wer über Weihnachten in Südfrankreich unterwegs ist, dem muss unbedingt auch klar sein, dass es Winter ist und man meistens doch eine Jacke und lange Hosen braucht. Wir hatten im Schnitt 15 - 17 Grad, wenn die Sonner herauskam, war es angenehm warm, sobald es windet, war es doch recht frisch. Auch mit Schnee - den gab es ein paar Tage nach unserem Aufenthalt - oder eben einem eisigen Mistral - wie in Avignon - muss man rechnen. Und dieses Jahr hat das Wetter besonders viele Kapriolen geschlagen - in Spanien gab und gibt es heftige Unwetter, mit Starkregen, Sturm und eben auch Schnee.
Wir schätzen diese Reisezeit jedoch auch deshalb, weil kaum Touristen unterwegs sind. Wir mögen die kleinen Orte an der Küste, doch würden wir im Sommer nie und nimmer dort Urlaub machen wollen. Einfach weil die Orte gnadenlos überlaufen sind. Nichts für uns. So können wir also im Winter auch Orte besuchen, die wir sonst meiden.
Wenig Touristen heisst aber natürlich auch wenig Infrastruktur. Während es in Villeneuve-Loubet und Sanary-sur-mer noch jede Menge geöffneter Boutiquen, Souvenir- und Einkaufsläden, Restaurants und Bars gab, war in der Carmargue - und letztes Jahr in Giens -fast alles geschlossen.
Wir hatten jedoch auch dieses Jahr wieder einen wundervollen Urlaub, haben uns sehr gut erholt, haben viel gesehen und konnten auch ein bisschen Sonne tanken. Wir waren ganz sicher nicht das letzte Mal im Winter unterwegs. Gerne würden wir mal die Küste runter bis zur spanischen Grenze fahren, doch bisher habe ich gerade in dieser Ecke noch keinen oder nicht ausreichend geöffnete Campingplätze entdeckt. Mal schauen, wo es uns nächstes Jahr hinzieht.

































































































































































































































































